• Friederike

Tanzen für die Gesundheit

Aktualisiert: 22. Apr. 2021

Es gibt kaum einen Moment, in dem man sich bewusst Zeit für sich nimmt und mal so richtig durchatmet, sich einen Moment Auszeit gönnt und nicht erreichbar ist. Wir verbringen die meiste Zeit im Büro oder auf der Arbeit, sind gestresst, hetzen von Termin zu Termin und saugen unserem Körper die Energie aus. In den Urlaub fahren, um die Akkus wieder aufzuladen, war bisher ein bewährtes Mittel, jedoch ist es in Pandemiezeiten nur schwer umzusetzen. Also her mit alternativen Möglichkeiten, um entspannter und fokussierter mit dem Alltag umzugehen und sich Ladezeit für den Körper zu gönnen.


Dabei unterstützt der Tanz auf ganz natürliche Weise, hält körperlich und geistig fit, macht den Weg frei für menschliche Kontakte und macht auch noch Spaß. Tanzen ist also gut für die Gesundheit. Aber warum genau? Hier ein paar Antworten.


Tanzen ist Sport und gut für Körper und Geist

Tanzen sieht bei den Profis kinderleicht aus. Sie schweben über den Boden, ihre Bewegungen sind butterweich, exakt, schwerelos oder superschnell und dabei wirken sie vollkommen unangestrengt. Deshalb kann Tanzen kein Sport sein? Das ist ein großer Irrtum! Tanzen ist anstrengend und man kommt unweigerlich ins Schwitzen. Dadurch, dass Tanzen sowohl den Körper als auch den Geist anspricht und zusätzlich zur Athletik auch Gefühl, Fantasie und Kreativität einfordert, wirkt sich das Tanzen auf mehrere Bereiche des Körpers positiv aus:

Die Muskeln und Gelenke

Tanzen trainiert unterschiedliche Muskelgruppen und ist ein Ganzkörpertraining. Durch die Bewegungszusammenhänge verbessern sich Koordinationsfähigkeit und Funktion der Muskelzellen. Verschiedenste Muskelgruppen werden nicht nur angesprochen und gestärkt, sondern auch gezielt entspannt und gedehnt, sodass dies Verspannungen aus dem Alltag vorbeugen oder entgegenwirken kann. Gleiches gilt für die Gelenke, Sehnen und Bänder, die besser durchblutet werden und so ihre Beweglichkeit erhalten wird.


Ausdauer, Koordination und Kraft

Tanzen ist ein effektives Herz-Kreislauf-Training, welches den Körper schult, seine Muskeln länger zu benutzen, ohne zu ermüden und Balance und Koordinationsvermögen verlangt. Tanzen kann beispielsweise bei Herz-Kreislauf-Krankheiten hilfreich sein. Eine italienische Studie zeigt, dass Menschen mit Herzschwäche durch regelmäßiges Tanzen nicht nur ihre Herzleistung, sondern auch Atmung und Lebensqualität im Vergleich zu Radfahren oder Spaziergängen verbessern können.


Die Wirbelsäule und der Rücken

Viele klagen über Rückenprobleme und Schmerzen im Alltag. Das Tanztraining trainiert gezielt die Körperhaltung und die Muskeln, die für die Stabilisation der Wirbelsäule verantwortlich sind. Hinzu wird an der Beweglichkeit der Wirbelsäule gearbeitet, sodass nicht nur die aufrechte Haltung zum Alltag wird, sondern auch Bandscheibenvorfälle und Hexenschüsse ferngehalten werden.


Das Gehirn

Durch das Training wird das Gehirn besser durchblutet und wir werden wacher, leistungsfähiger und konzentrierter. Zudem muss man sich komplexe Bewegungsabläufe merken und auf den eigenen Körper übertragen, was die Verknüpfungen von Nervenzellen, die normalerweise im Laufe des Lebens abnehmen, fördert. Unterschiedliche Studien u.a. der Uniklinik Magdeburg stellten sogar heraus, dass Tanzen das Risiko für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen um rund 75 Prozent sinken kann und besonders Gleichgewichtssinn und Gedächtnisleistung im Alter gefördert werden.


Stress und Depression

Tanzen hat sich als Depressionskiller herausgestellt, da man sich gemeinsam in Gesellschaft anderer bewegt. Zudem hebt die Bewegung zur Musik die Laune und verleiht durch die Wahrnehmung des eignen Körpers Selbstvertrauen.


Tanzen ist also ein Gesundmacher und Energiebringer und gut für Körper und Geist. Von daher empfehlen wir, sofort loszutanzen :-) Es gibt viele verschiedene Tanzstile und mit Sicherheit ist für jeden da draußen etwas dabei.

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